Saturday, October 21, 2017 01:25

Praxisorientierte Wattanalyse im Triathlon

Dieser Artikel wurde von Helmut Dollinger erstellt…

 

Mit der kostenlosen Software von Goldencheetah können alle Wattfiles optimal analysiert werden!

Goldencheetah bildet die perfekte Ergänzung zur online Trainingsplattform web4trainer und ermöglicht damit hochsten Coaching-Standard

Eine kleine Einführung in die Nutzung der Software stellten wir im Beitrag ANALYSESOFTWARE FÜR WATTSTEUERUNG IM RADSPORT bereits vor…

 

Hier nun ein Praxisbeispiel um euch eine weitere Anwendung näher zubringen:


Eva Dollinger beim IM Klagenfurt 2011

 

Oft stellt sich die Frage, wie die „abgelieferte“ Leistung bei einem Wettkampf einzuordnen ist!?!

Der Durchschnittspuls, die Fahrzeit, die Durchschnittsgeschwindigkeit oder gar die Platzierung bieten dafür oft keine aussagekräftigen Antworten…
Wer es genau wissen will sollte auf Wattsteuerung am Rad zurückgreifen und sich diese Files dann mal genauer unter die Lupe nehmen!

Und selbst dann stehen noch FRAGEZEICHEN wie Gruppenbildung bzw. Windschatten oder Aerodynamische Aspekte im Raum…

 

Zur objektiven Beurteilung der erbrachten Leistung bietet sich die Grafik der CriticalPower ganz speziell an!

In dieser Grafik werden die Daten aller importierten Wettkampf-Files analysiert und dargestellt.
Die Höhe der farbig hinterlegten Grundfläche stellt die Bestwerte über die jeweiligen Zeitabschnitte von 5 Sekunden bis 5 Stunden aller Wettkämpfe dar.

Wählt man nun einen Wettkampf auf der rechten Seite aus, dann sieht man, dass die schwarze Linie unter der farbigen Grundfläche (also den Maximalwerten) verläuft.
Beispiel 1:   IM Klagenfurt vom 05. Juli 2009
Die Durchschnittsleistung über 5 Stunden hat 201 Watt betragen (gegenüber der Bestleistung von 219 Watt)

Hier erkennt man, dass bei diesem Wettkampf der Maximalwert bei 5 Sekunden Antritten erzielt wurde, jedoch die Werte ab 3 Stunden einiges unter der Bestmarke bleiben.

Beispiel 2:   IM Klagenfurt vom 04. Juli 2010
Die Durchschnittsleistung über 5 Stunden hat 208 Watt betragen (gegenüber der Bestleistung von 219 Watt)

Hier sieht man, dass bei diesem Wettkampf der Maximalwert bei 3-4 Minuten Belastungen erzielt wurde und der Leistungseinbruch in der zweiten Hälfte des Wettkampfs deutlich geringer ausfiel.

Beispiel 3:   IM Klagenfurt vom 03. Juli 2011
Dies war die Bestleistung im Durchschnitt über 5 Stunden mit 219 Watt

Hier erkennt man, dass es sich bei diesem Wettkampf um die besten Leistungswerte (zwischen 10 Minuten und 5 Stunden) aller bisherigen Ironmans bzw. Halfironmans handelt

Diese grafische Darstellung der Radleistung bietet natürlich viel mehr Interpretationsmöglichkeiten als die reine Fahrzeit bzw. die Durchschnittsleistung

Man kann sozusagen hinter die Kulissen der Radleistung sehen…

 

 

Dieser Artikel wurde von Helmut Dollinger erstellt